Aktuelles
 

Presseaussendung vom 24.2.2017
| naturschutzbund | protestiert gegen den Abschuss des Fischotters in Niederösterreich

Das Land Niederösterreich lehnt sich mit dem genehmigten Abschuss von Fischottern weit aus dem Fenster. Immerhin ist der Fischotter EU-weit streng geschützt. Zudem ist allein durch diese Maßnahme nicht zu erwarten, dass sich die Fischpopulationen erholen. Der Naturschutzbund fordert eine fundierte Ursachenforschung.

 

Presseaussendung vom 10.2.2017
NGOs kritisieren: Tabubruch in Niederösterreich, erstmals seit Jahrzehnten sollen Fischotter legal getötet werden dürfen

WWF, VIER PFOTEN und Naturschutzbund NÖ fordern: LR Pernkopf muss seine Fischotter-Pläne auf den Tisch legen - Fischotter ist streng geschützte Art – Tötung würde gegen EU-Richtlinie verstoßen

In Niederösterreich droht die Tötung von bis zu 84 Fischottern. WWF, VIER PFOTEN und Naturschutzbund NÖ fordern gemeinsam von Landesrat Stephan Pernkopf, seine Pläne auf den Tisch zu legen. „Die im Raum stehenden Tötungen könnten folgenschwere Auswirkungen auf den Fischotterbestand haben. Wir hoffen, dass die politisch Verantwortlichen in Niederösterreich den Ernst der Lage doch noch erkennen und entsprechend handeln. Als zuständiger Landesrat muss Stephan Pernkopf endlich konkrete Antworten liefern, welche Vorgangsweise die Niederösterreichische Landesregierung hier wählt und was es mit der drohenden Bestandsreduzierung auf sich hat“, so Christian Pichler, Artschutzexperte beim WWF Österreich.

 

Gemeinsam Aktiv für die Natur - unser Angebot an die Wirtschaft
Wirtschaft und Natur

Unternehmen zeigen Verantwortung und wollen dies zunehmend auch im Bereich "Umwelt und Naturschutz" zeigen. Der | naturschutzbund nö | hat Projekte ausgearbeitet, die er gerne mit Unternehmen umsetzen möchte.

 

Ziesel-Netzwerk Umfrage
Freude am Ziesel-Beobachten ist ausschlaggebend

Anlässlich des neunten Ziesel-Zähljahres hat der Naturschutzbund NÖ mit Unterstützung von dm drogerie markt im Rahmen des Projektes {miteinander} die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerkes Ziesel nach ihrer Motivation und nach ihren Wünschen an die koordinierende Stelle, den Naturschutzbund NÖ, befragt. Die Ergebnisse lesen Sie im Bericht oder in einer Kurzfassung in der Presseaussendung.

 

15. Oktober 2016 in Stockerau
NÖ Naturschutztag 2016

Auen, einst ausgedehnte Landschaften entlang unserer Fließgewässer, sind nach großen Regulierungen und der Nutzung von Wasserkraft selten geworden. Das Österreichische Aueninventar spricht von einem Verlust von 90% der Auwaldflächen, die vor den großen Regulierungen bestanden haben. Wie schauen die noch verbliebenen Auen heute aus? Wie wirkt sich die vielfältige Nutzung auf ihre Eignung als Lebensraum zahlreicher spezialisierter Tier- und Pflanzenarten aus? Vor welchen Herausforderungen steht der Auenschutz heute und wie lassen sich die verschiedenen Ansprüche an die Auen gemeinsam bewältigen? Darüber wurde im Rahmen des NÖ Naturschutztages 2016 in Stockerau unweit der Donauauen diskutiert.

 

Jahreshauptversammlung am 15. Oktober 2016 in Stockerau
Der Vorstand des | naturschutzbund nö | konstituert sich neu

Alle drei Jahre gilt es, sich Gedanken über die Zusammensetzung des Vorstandes zu machen. Nachdem die langjährige Schriftführerin Christine Hajek darum bat, jemanden anderen für diese Funktion zu finden, machte sich der Vorstand auf die Suche und er wurde fündig. Der Wahlvorschlag des Vorstandes wurde von den bei der Generalversammlung anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen. Die Funktion des Schriftführers übernimmt ab nun Dr. Andreas Hantschk. Neu in den Vorstand gewählt wurde Ass.-Prof. Dr. Thomas Wrbka. Er übernimmt die Funktion des Schriftführer Stv.

 

Jugend packt an
Grünes Band Workcamp Nördliches Weinviertel

Im österreich-tschechischen Grenzgebiet im nördlichen Weinviertel gibt es wertvolle Trockenraseninseln mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Ob Kreuzenzian oder Roßhaar-Federgras, die botanischen Besonderheiten sind alle bedroht, weil ihre Standorte verbuschen oder verfilzen. Im Rahmen des Grünen Band-Workcamps vom 20. bis 25. September mähten und schwendeten Jugendliche aus mehreren Ländern gemeinsam mit Ortsansässigen die sensiblen Wiesenflächen und trugen damit zur Erhaltung der wertvollen Lebensräume bei. Das Workcamp wurde vom Naturschutzbund NÖ gemeinsam mit dem Service Civil International (SCI-Österreich) organisiert und betreut und von mehreren Gemeinden sowie dem Umweltministerium unterstützt.

      

 

Vereinsreise 2016
Waldviertel und Südböhmen

Heuer führte uns unsere Vereinsreise ins nahe Waldviertel und nach Südböhmen. Viele Highlights der Region standen am Programm, gar so viele, dass das Mittagessen manchmal zu kurz kam. Herzlichen Dank an den Reiseleiter Dr. Peter Sziemer, der uns zahlreiche interessante Eindrücke in die Landschaft bot und uns jeden Abend sicher wieder in die Unterkunft in Harbach zurückbrachte. Das Waldviertel und Südböhmen sind wohl zu jeder Jahreszeit eine Reise wert! Die Vereinsreise 2017 ist in die Masuren und nach Danzig geplant. Dr. Andreas Hantschk denkt schon intensiv über das möglich Programm nach.

 

Natur verbindet Preisträger stehen fest
Auszeichnung für Senftenberger „Mikrokosmos“ von Lilly und Reinhard Kikinger

Im Rahmen der Kampagne „Natur verbindet“ wurden bundesweit Landwirte für ihre Bemühungen zum Wohle von Fauna und Flora von Naturschutzbund und Bundesministerium ausgezeichnet. Pro Bundesland wurde ein Preisträger gekürt, in Niederösterreich ging der Preis nach Senftenberg.

 

Gartenfreunde aufgepasst am 5. November 2016
Niederösterreichischer Heckentag

Regional angepasst und von bester Qualität, das sind die Bäume und Sträucher, die Sie am NÖ Heckentag an acht Ausgabestandorten in Empfang nehmen können. Die garantiert heimischen Gehölze des Vereines Regionale Gehölzvermehrung RGV glänzen durch ihre jahrtausendelange Anpassung an die regionalen Klima- und Bodenbedingungen mit Robustheit und Wuchskraft und sind damit gegenüber den üblicherweise im Handel erhältlichen regionsfremden Pflanzen ganz schön im Vorteil.
Das heurige Sortiment aus rund 60 verschiedenen Baum- und Straucharten wie Schlehe, Dirndl, Holler, Liguster, Feldahorn & Co wird durch eigens für den Heckentag produzierte einjährige Veredelungen von Uraltobstsorten bei Marillen, Kirschen, Äpfel, Birnen, Zwetschken oder Weichseln ergänzt. Damit ist für jede Ihrer Gartenideen gesorgt.

 

Ihre Fotos vom Kamp sind gefragt
Fotowettbewerb: Das Leben ist ein freier Fluss

Alle Fotografinnen und Fotografen – Amateure wie Profis – sind herzlich dazu eingeladen, ihre Fotos vom mittleren Kamptal auf www.lebendiger-kamp.at hochzuladen und die ihrer Kolleginnen und Kollegen zu bewerten. Die besten werden ab 19. November in der Eremitage in Wegscheid ausgestellt. Mit ihrem Beitrag unterstützten Sie das Engagement gegen den Neubau des Kraftwerks in Rosenburg am Kamp.

 

L'Oréal Citizen Day am 5. Juli 2016
Pflegeeinsatz auf den Halbtrockenrasen im Tieftal

Auch dieses Jahr bekam der | naturschutzbund nö | wieder Unterstützung durch MitarbeiterInnen der Firma L'Oréal, die am alljährlichen L'Oréal Citzen Day ihre Arbeitskraft der Pflege eines Halbtrockenrasens an der Thermenlinie widmeten. Unter der Anleitung von Dr. Norbert Sauberer verbrachte die Gruppe einen spannenden Tag in einem der vom | naturschutzbund nö | betreuten Gebiete. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Hilfe und für die Übernahme der Patenschaft für dieses Gebiet!

geändert am 13.7.2016

 

Hornisse co Peter TauchertVeranstaltungstipp am 23. Juni 2016 in St. Pölten
Hornissen und Wespen - Infotag für PraktikerInnen

Wespen und Hornissen sind so manchen Sommer in aller Munde. Zahlreiche Nester werden aus Angst vor einem Stich oder aus Unwissenheit zerstört. Doch es geht auch anders. Dort wo ein miteinander nicht möglich ist, können Hornissenstaaten auch umgesiedelt werden. Wie das geht und wie man sich für die Erhaltung dieser Insektengruppe in seinem näheren Umfeld einsetzen kann, wird an diesem Tag diskutiert.

geändert am 20.6.2016

 

Samstag, 11. Juni, Lainzer Tiergarten
Tag der Artenvielfalt im Biosphärenpark Wienerwald

Ganz im Zeichen von Feldhamster und Scharlachkäfer stand der Infostand des | naturschutzbund nö | beim heurigen 10. Tag der Artenvielfalt im Biospährenpark Wienerwald. Rund 2000 BesucherInnen waren mit dabei und konnten sich über unsere Projekte im Rahmen der Kampagne Vielfaltleben informieren.

 

KampMittwoch, 8. Juni im Naturhistorischen Museum Wien
Naturjuwel Kamp

Vom rauen Waldviertel bis zum Weinbaugebiet beherbergt das Kamptal wertvollste Natur- und Kulturlandschaften mit interessanten Pflanzen, Tieren und Lebensräumen.
Leider droht schon wieder ein Kraftwerksbau in einem besonders sensiblen Abschnitt des Mittellaufs. In Bild und Wort vermittelt der Vortrag Schönheit und Wert dieses Schatzes. Der österreichische Naturschutzpreisträger DI Werner Gamerith, profunder Kenner des Kamptales und unermüdlich im Einsatz für dessen Schutz, stellt in seiner ruhigen und überzeugenden Art sowohl die einzigartige Natur des Kamptales als auch dessen Bedrohung vor.

  • wann: Mittwoch, 8. Juni um 18:30 Uhr
  • wo: Kinosaal des Naturhistorischen Museums Wien
  • der Besuch des Vortrags ist frei, eine Eintrittskarte ins NHM ist erforderlich
 

Inofstand RosenmarktSamstag, 4. Juni Ortsgruppe St. Pölten
Rosenmarkt am Rathausplatz

Vergangenen Samstag fand der traditionelle Rosenmarkt am St. Pöltner Rathausplatz statt. Wie jedes Jahr war auch die Ortsgruppe St. Pölten des Naturschutzbund NÖ vertreten!

 

erstellt am 8. Juni 2016

 

Preisträger naturbeobachtung atDie erste online Plattform für Naturbeobachtung in Österreich feiert
10 Jahre Naturbeobachtung.at

gerade in der Natur machen "Amateure" immer wieder besondere Beobachtungen, die für Wissenschaft und Naturschutz sehr wertvoll sind. Der Naturschutzbund hat es sich zum Ziel gesetzt, das Wissen dieser Naturliebhaber mit jenem der Wissenschaftler zu vernetzen. Mit der Online-Plattform www.naturbeobachtung.at sind wir damit seit zehn Jahren erfolgreich! Beim Jubiläumsfest wurden fünf besonders engagierte naturbeobachtung.at-Mitglieder ausgezeichnet, darunter unsere Exkursionsleiterin Maria Zacherl. Wir gratulieren den Preisträgern sehr herzlich und freuen uns auf viele weitere Beträge auf naturbeobachtung.at!

 

Verantaltungstipp am 10. und 11. Juni 2016 in Mauer
Tag der Artenvielfalt im Lainzer Tiergarten

Wer hat schon vom Europäischen Laternenträger oder von der Zebra-Spornzikade gehört? Fühlt sich eine Schlange glitschig an? Warum fliegen Insekten so gerne zum Licht? Gibt es wirklich Schnecken, die im Gemüsegarten nützlich sind? Gewinnen Sie Einblicke in faszinierende Tricks der Tier- und Pflanzenwelt.

Auch wir werden mit einem Informationsstand vertreten sein und unsere Arbeit vorstellen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

erstellt am 27.5.2016

 

Woche der Artenvielfalt 2016
Verlockende Angebote zwischen 14. und 22. Mai

Längst ist diese Woche zu einem Fixpunkt im Terminkalender aller Naturliebhaber geworden. Nie gibt es landauf, landab soviele attraktive Angebote auf einmal. Der Naturschutzbund und das Lebensministerium wie auch zahlreiche andere Vereine und Institutionen machen die Artenvielfalt unserer Heimat in einem bunten Veranstaltungsreigen erlebbar. Heuer besteht zudem die Chance eines von drei CL Companion Fernglas im Wert von rund 1.000 Euro zu gewinnen, bereitgestellt von der Firma Swarovski Optik.

Woche der Artenvielfalt 2016
Angebote des Naturschutzbund NÖ

Der Naturschutzbund NÖ bietet im Rahmen der Woche der Artenvielfalt drei Exkursionen zu wunderbaren Naturschauplätzen Niederösterreichs an und lädt Sie recht herzlich ein daran teilzunehmen.

  • 14. Mai 2016: Orchideenwanderung am Muckenkogel
    Ziel ist das Kennenlernen der reichhaltigen Orchideenflora am Muckenkogel. Geplant ist eine Fahrt mit dem Sessellift auf den 1.248 m hohen Muckenkogel. Von der Bergstation wollen wir über die Klosteralm und die Lilienfelder Hütte zum Alpengasthof Billensteiner (Mittagsrast) wandern.Der Abstieg erfolgt über die Großriegler-Kapelle und die Grosser Höhe. Für weniger Gehtüchtige gibt es die Möglichkeit, vom Billensteiner mit dem Auto ins Tal gebracht zu werden.

        nähere Informationen...

  • 14. Mai 2016: Feuchtwiesen rund um Sonndorf
    Unter dem Motto "Naturschätze vor der Haustüre entdecken" laden der Naturschutzbund NÖ und die Grünen Burgschleinitz-Kühnring zu einem Spaziergang nach Sonndorf. Ziel sind die artenreichen Feuchtwiesen rund um den Ort, deren besondere Bewohner wir vorstellen wollen. Zu den botanischen Highlights gehören Sibirische Schwertlilie, Trollblume und heimische Orchideen - allesamt selten gewordene Arten, die hier noch zu bewundern sind

        nähere Informationen...

  • 21. Mai 2016: Wienerwaldwiesenwanderung in Kritzendorf
    Der Schwerpunkt unserer Klosterneuburger Wanderung sind die artenreichen, bunten Wiesen und seltene Baumarten des Wienerwaldes.

        nähere Informationen...

 
Resolution vom 21. April 2016
Eine Chance für den Wolf

Nach langer Abstinenz kehrt der Wolf langsam wieder nach Österreich zurück. Zunächst vereinzelt, doch es ist anzunehmen (und auch zu hoffen), dass sich im Laufe der Zeit auch wieder Rudel in Österreich niederlassen werden. Der Wolf spielt als einer der großen Beutegreifer eine wichtige Rolle in der Nahrungspyramide und schließt mit seiner Rückkehr eine Lücke im natürlichen Ökossystem. Damit diese Wiederansiedelung auch gelingen kann, bedarf es Vorsorge und ausführlicher Kommunikation, beispielsweise über das Verhalten im Umgang mit Wölfen. Wird dies realisiert, steht der Co-Existenz von Mensch und Wolf nichts im Weg.

 

Netzwerk Ziesel
Die Zieselzählung hat begonnen

Die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Netzwerkes Ziesel sind wieder unterwegs, um die Ziesel zu zählen. Bereits zum achten Mal werden heuer zwischen dem 9. April und dem 7. Mai Ziesel und Zieselbaueingänge gezählt. Vielleicht möchten auch Sie dabei sein? Dann schreiben Sie uns doch einfach ein Mail. Sie erhalten dann von uns ein Zieselvorkommen zugeteilt.

 

Amphibienschutz an Straßen
Die erwachsenen Amphibien verlassen bereits überall ihre Laichgewässer

Seit mehreren Jahren läuft das Projekt „Amphibienschutz an NÖ Straßen“ in dem ein gut funktionierendes Netzwerk an engagierten Freiwilligen tätig ist. Für den Artenschutz ist es wichtig zu wissen, wie viele und welche von den 20 heimischen Amphibienarten die Straßen queren. Keine leichte Arbeit, doch so mancher Betreuer lässt es sich nicht nehmen, neben der Anzahl auch die Arten festzustellen. Manche sind im Laufe der Jahre zu Experten geworden. Das Ergebnis der Zählung wird ausgewertet und hilft, das Vorkommen der Arten in Niederösterreich besser beurteilen zu können.

Vielen Dank an alle AmphibienretterInnen für ihr großes Engagement!

 

Presseaussendung vom 8. April 2016
Hilfe für Kröten, Frösche und Molche in St. Pölten

An einem einzigen Tag hatte eine besorgte St. Pöltnerin zirka hundert Tiere gezählt, die über die Waldstraße gewandert sind. Sie wollte die Tiere retten, wusste aber nicht, wo sie sie hinbringen sollte, weil das Biotop beim Seniorenwohnheim bereits überfüllt war. Die Rettungsaktion ist inzwischen angelaufen, Susanne Wegenkittl, Leiterin der Ortsgruppe St. Pölten, sammelt mit zwei anderen engagierten Anrainerinnen die kleinen Wanderer ein und bringt sie in Sicherheit. Begonnen hat die Wanderung an dieser Strecke am 22. März, die höchste Aktivität wurde zu Ostern verzeichnet. Die Stadt überlegt, einen Teich im Stadtwald anzulegen, um den Tieren die gefährliche Querung der Straße zu ersparen.

 

Nachruf von Manfred Christ
Franz Antonicek, der Waldläufer mit der Kamera ist gestorben

Franz Antonicek, der Altmeister der Tierfotografen, der Mann, der wie kein anderer die Donauauen bei Wien in Bilder fasste, ist am 21. März im 80. Lebensjahr verstorben. Seit 1954 war er mit seinem kongenialen Partner Norbert Sendor an der Donau und an der March auf Fotopirsch – zu einer Zeit, als die Auen noch nicht von jedermann betreten werden durften und von einem Zaun umgeben waren. Das Fotografieren von Wildtieren war Leidenschaft und Abenteuer zugleich. Anfang der 70er-Jahre sollten die Fotos der beiden enorme gesellschaftliche Bedeutung erhalten.

 

Veranstaltungstipp am 23.4.2016
Froschzauber in Hohenau an der March

Auch dieses Jahr läd Auring wieder zum Froschfest ein. Ein Fest für Groß und Klein mit Traktorfahrten, Spielen und gutem Essen. Die kleinen Hüpfer kann man sogar hautnah erleben. Da ist viel Spaß und Action garantiert!

  • Ort: Beim Auring Haus in der Forsthausgesse, 2273 Hohenau a.d. March
  • Datum: 23. April 2016
  • Uhrzeit: 11-18 Uhr
 

Veranstaltungstipp am 3.5.2016
Amphibien Abschlusstreffen

Wie jedes Jahre lädt die Regionalgrupp Steinfeld ale Amphibienzaunbetreuerinnen und -Betreuer der Region zu einem Abschlusstreffen ein. Bei einem gemütlichen Ausklang der anstrengenden Betreuungszeit gibt es einen regen Austausch über die in diesem Jahr gemachten Erfahrungen, über das was im kommenden Jahr unbedingt berücsichtigt werden muss u.v.m. Jeder und jede ist recht herzliche dazu eingeladen, denn vielleicht möchten Sie ja im kommenden Jahr gerne beim Amphibienretten dabei sein?

  • Ort: Umweldbildungszentrum kulturGUTnatur, Katzelsdorferstraße 11a/2, 2700 Wiener Neustadt
  • Datum: 3.5.2016
  • Uhrzeit: 18 Uhr
  • Voranmeldung: info@rettetdenfrosch.at oder 0664/5048364


 

Anwalt der Natur
Ziesel in Schwechat

Im Großraum Schwechat findet derzeit das Ziesel noch einen geeigneten Lebensraum vor. Insgesamt 13 Vorkommen sind uns aus dem Gebiet bekannt. Aufgrund der großen Bedeutung dieser Vorkommen für den Raum südlich von Wien haben wir ein Schutzkonzept für diese Vorkommen erstellt, indem auch Maßnahmen für deren Sicherung ausgearbeitet wurden.

Nun soll auf einem der Vorkommen der "Hangar Schwechat" errichtet werden, eine Hotel- und Freizeitanlage. Näheres siehe hier. Auf dem Gelände, auf dem der Hangar Schwechat gebaut werden soll, leben Ziesel. 2014 wurden von uns dort 438 Baueingänge gezählt, die Größe der Kolonie auf 70-150 Ziesel geschätzt.

Das NÖ Naturschutzgesetz sieht vor, dass für Projekte, die eine Zieselkolonie stören bzw. zerstören, eine Ausnahmegenehmigung erforderlich ist, um sicherzustellen, dass die Population diesen Eingriff unbeschadet überlebt. Wir haben nachgefragt, ob eine solche Ausnahmegenehmigung bereits erteilt wurde und falls ja, welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Fortbestand der Zieselkolonie sicherzustellen.

 

Foto: L. KanzlerAnwalt der Natur
Stellungnahme zur Biberverordnung abgegeben

Mit der Änderung des NÖ Naturschutzgesetzes am 14.12.2015 wurden die Weichen für eine "Verordnung über Ausnahmen von Verboten für die besonders geschützte Art Biber (NÖ AusnahmeVO-Biber)"gestellt. Obwohl der Biber eine streng geschützte Art ist. soll er in der Zeit zwischen 1. September und 31. März im Bereich von Hochwasserschutzanlagen, Kläranlagen, Fischaufstiegshilfen und im Ortsbereich an bestimmten Stellen nun auch "unmittelbar getötet" werden dürfen. Bis zum 23. März war es möglich, eine Stellungnahme zum Entwurf der Biberverordnung abzugeben. Wir haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und unsere Forderungen für eine rechtskonforme Verordnung, die den Weiterbestand des Bibers sicherstellt, eingebracht.

 

Netzwerk Ziesel
ZieselbeobachterInnen gesucht!

So, nun ist es wieder soweit. Nachdem nun auch in Niederösterreich das erste wache Ziesel entdeckt wurde, beginnen wir mit den Vorbereitungen für die heurige Zieselzählung. Letztes Jahr wurden in 94 Vorkommen 689 Ziesel beobachtet und 1.183 Baueingänge gezählt. Die Ergebnisse der Zählung 2015 waren leider besorgniserregend. In 8 Vorkommen wurden keine Ziesel mehr gefunden und von 30% der Vorkommen, für die der Entwicklungstrend eingeschätzt wurde, wird über einen Rückgang berichtet. Angesichts dessen ist die Mitteilung des Landes Niederösterreich, dass es das Zieselprojekt ab Anfang Mai nicht mehr finanziell unterstützen wird, schwer zu verstehen. Die Art gilt als vom Aussterben bedroht.

Wir suchen für heuer Personen, die gerne mitmachen möchten beim Beobachten und Zählen der Ziesel. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns ein E-Mail. Vielleicht gibt es ja in ihrer näheren Wohnumgebung ein Zieselvorkommen, das auf ihren Besuch wartet.

 

A.SchmidtAmphibienschutz an Straßen
Zaunbetreuerinnen und -betreuer dringend gesucht

Der milde Winter könnte sich auch auf den Wandertrieb der Amphibien auswirken. Wir müssen damit rechnen, dass sich Kröten, Frösche und Molche bereits bald auf ihre Laichwanderung begeben, sollte es nicht noch einmal richtig kalt werden. Besonders wenn es warm ist und  regnet, herrscht Hochbetrieb auf den Wanderstrecken.  Damit nicht unter den Autoreifen Endstation ist, werden betroffene Straßenabschnitte mit Schutzzäunen gesichert. An einigen Strecken suchen wir dringend Zaunbetreuerinnen und Zaunbetreuer.

 

PE Brunnlust co N. SaubererPflege wertvoller Lebensräume
Rekordteilnahme beim Pflegeeinsatz Brunnlust in Moosbrunn

Vom Kleinkind bis zum Erwachsenen haben 72 Personen die Einladung des Naturschutzbund NÖ angenommen und beim Pflegeeinsatz im Naturdenkmal Brunnlust mitgeholfen. Dr. Norbert Sauberer, Obmann der Regionalgruppe Feuchte Ebene - Thermenregion, zeigt sich hoch erfreut, es wurde sicherlich doppelt soviel Fläche gemäht als bisher, das heisst auch bereits stark verbrachte Bereiche mit Schilf und Pfeifengras konnten erstmalig gemäht werden. Bürgermeister Gerhard Hauser hat uns wie immer tatkräftig bei der Mahd und mit dem von der Gemeinde Moosbrunn zur Verfügung gestellten Werkzeug unterstützt.

 

A. SchneiderSäugetier des Jahres 2016
Der Biber

Der Biber, das Säugetier des Jahres 2016, war in Europa fast vollständig ausgestorben, als man seinen Bestand Mitte der 1970 bis 1980er Jahre durch Freilassungsaktionen z. B. in Bayern, am Inn und an der Donau im Wiener Raum wieder aufzubauen begann. Die Tiere nutzten ihre Chance und wurden wieder heimisch. Als Gestalter ihres nassen Lebensraumes geraten sie jedoch zunehmend mit uns Menschen in Konflikt. In Niederösterreich steht der Erlass einer Verordnung vor der Tür, die den Abschuss des Bibers weiter erleichtern soll als bisher. Anlass genug für den | naturschutzbund | die Biber-Expertinnen- und -experten Österreichs an einen Tisch zu holen um die Zukunft der gefährdeten Art in Österreich zu diskutieren. Ein Ergebnis dieses Diskussionsprozesses ist ein Bibermerkblatt mit Hintergrundinformationen und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Biber.

 

FlechtenPresseaussendung vom 28.1.2016
Flechten: Stiefkinder des Naturschutzes?

Die meisten Flechtenarten sind gegenüber den vom Menschen verursachten Einflüssen äußerst empfindlich. Der Naturschutzbund NÖ wirbt für einen umfassenden Schutz. Man findet sie überall, auf Felsblöcken wie auf Bäumen, auf alten Mauern wie auf Dächern. Univ.-Prof. Dr. Roman Türk, Präsident des Naturschutzbund Österreich, befasst sich seit Jahrzehnten mit der Gruppe der Flechten: „Flechten sind imstande, Extremstandorte auf unserer Erdkugel  zu besiedeln. Doch das macht sie nicht immun gegen Umweltbelastungen.“ Nicht nur die Luftverschmutzung, sondern auch überzogenes Reinlichkeits- und Ordnungsdenken führen zum Verlust.

 

Ihre Meinung?!
Schreiben Sie uns doch einfach. noe@naturschutzbund.at